2 Am Stadtfeld

Verortung in der Stadt. Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.
  • Axonometrie des Hauses M 1:200. Die Zeichnungen basieren auf Bestandsplänen aus dem Stadtarchiv Friedrichstadt.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Verortung im Block. Die Bestandspläne stammen aus dem Stadtarchiv Friedrichstadt.
    Hervorhebung: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Außenansicht. Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Innenansicht: Die Wohnküche ist der Hauptaufenthaltsraum, dieser liegt im Obergeschoss und erstreckt sich einmal durch das Gebäude. Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

Wohnhaus mit Gewerbe im EG
Nutzung: Wohnen
Grundstück: 170 m²
Bebaute Fläche: 60 m²
Geschosse: 2
Bewohner*innen: 1
Besitzverhältnisse: Eigennutzung

Frau K. wohnt mit ihrem Mann und ihren zwei Hunden Am Stadtfeld. Der Großvater von Frau K., der Inhaber eines Bauunternehmens gewesen sei, habe das Haus auf einer ehemaligen Lagerfläche für Bauschutt gebaut. Aus dieser Zeit existieren Pläne, die zeigen, dass ursprünglich ein weiteres Haus direkt an der Gracht hätte gebaut werden sollen. Die Pläne seien jedoch nie realisiert worden, erzählt Frau K. Dieses Haus sei zunächst als Kohleschuppen, dann als Wohnraum genutzt worden. Frau K. ist in diesem Haus aufgewachsen. Nachdem sie und ihr Bruder in andere Städte gezogen sind, haben sich ihre Eltern ein weiteres Haus in Friedrichstadt gebaut, sind dorthin umgezogen und haben den Wohnraum des dadurch freiwerdenden Gebäudes zu zwei Wohnungen umgebaut.
Diese Wohnungen seien dann zunächst als Ferienwohnungen und später permanent vermietet worden. 1999 ist Frau K. mit ihrem Mann und ihren kleinen Kindern zurück nach Friedrichstadt und zurück in das Haus Am Stadtfeld gezogen, erzählt sie. Dazu haben sie die zwei Wohnungen wieder zu einer umgebaut. So entstand eine große Wohnküche, die sich durch das ganze Haus erstreckt, sodass man auf der einen Seite aus dem Fenster auf die Gracht und auf der anderen Seite aus dem Fenster auf den Markt blickt. Mittlerweile sind ihre zwei Kinder ausgezogen, sie kämen gelegentlich zu Besuch, bräuchten jedoch keine eigenen Kinderzimmer mehr. Gemeinsam mit einer Freundin plane Frau K. in dem Haus eine “Alters-Wohngemeinschaft” zu gründen und dazu die Räume, die momentan nicht nutze, wieder mit Leben zu füllen.