12 Holmertorstraße

Verortung in der Stadt. Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.
  • Axonometrie des Hauses M 1:200. Die Zeichnungen basieren auf Bestandsplänen aus dem Stadtarchiv Friedrichstadt.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Verortung im Block. Die Bestandspläne stammen aus dem Stadtarchiv Friedrichstadt.
    Hervorhebung: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Außenansicht. Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Innenansicht: Das Gästezimmer besteht aus der kleinsten Einheit des notwendigen privaten Raumes: aus Schlafzimmer und angrenzendem Bad. Alle weiteren Tätigkeiten (Frühstücken, Mittag-, und Abendessen) finden in der Stadt statt.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Innenansicht: Das Gästezimmer besteht aus der kleinsten Einheit des notwendigen privaten Raumes: aus Schlafzimmer und angrenzendem Bad. Alle weiteren Tätigkeiten (Frühstücken, Mittag-, und Abendessen) finden in der Stadt statt.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Grundriss Erdgeschoss M 1:200. Der flächenmäßig eher kleine Flurraum hinter der Eingangstür hat viele Funktionen, als Zutritt zum Gastraum, Verkaufsraum, Durchgangsraum für das Gästezimmer im Erdgeschoss und als Erschließung für die Wohnung der Familie. Die Zeichnungen basieren auf Bestandsplänen aus dem Stadtarchiv Friedrichstadt. Sie zeigen einen Planungsstand zu einem bestimmten Zeitpunkt und somit nicht unbedingt den heutigen gebauten Stand.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

Wohnhaus mit Gewerbe im EG und Gästezimmer
Nutzung: Wohnen, Arbeiten und Beherbergen
Grundstück: 445 m²
Bebaute Fläche: 120 m²
Geschosse: 2 und Dach
Bewohner*innen: 4 und bis 2 Personen temporär
Besitzverhältnisse: Eigennutzung

Seit nun ca. 2 Jahren lebt Familie F. mit den zwei Kindern in dem denkmalgeschützten Gebäude an der Holmertorstraße auf der Ostseite der Stadt. Ursprünglich aus Hamburg und mit jahrelanger Erfahrung in der Gastwirtschaft auf Amrum zog es Familie F. auf das Festland zurück. Mehr Zeit für die Familie und eine geeignete Schulbildung für die Kinder waren unter anderem Gründe für den Umzug.
Heute bewohnt die Familie das Eckhaus zwischen dem Ostersiel, der Holmertorstraße und einer Brücke, welche bereits in früheren Zeiten die Landschaft Stapelholm mit der Stadt verband und als eines der Eingangstore zur Stadt fungierte. Die dort ehemals ansässige Schankwirtschaft wurde vor allem als Raststätte für die dort in die Stadt fahrenden Besucher des Pferdemarktes aufgesucht. Ein heute nicht mehr vorhandener Anbau diente als Stall für die Pferde. Die Freifläche des ehemaligen Anbaus befand sich im städtischen Besitz, bis Familie F. diese von der Stadt erwarb und die Wiese als Außenterrasse für ihre Gaststätte „Kajüte 1876“ herrichtete. Im erhöhten Erdgeschoss verkauft sie heute von freitags bis sonntags selbstzubereitete Speisen, Weine und seit kurzem selbstgebrautes Bier der Landgang Brauerei aus Hamburg, während das Obergeschoss des Gebäudes der Familie als Wohnung dient. Regelmäßig werden Musiker*innen in den Gastraum eingeladen, denen gleichzeitig die Möglichkeit der Beherbergung in einem Gastzimmer im Erdgeschoss bestehend aus Schlaf- und angrenzendem Badezimmer in ihrem Haus angeboten werden kann. Entstanden ist das Gästezimmer, weil die Familie für den eigenen Gebrauch erst einmal keine weitere Verwendung für die beiden Räume sah. In Kombination mit den Einladungen an die Musiker*innen entstand dadurch aber ein gutes „Komplettpacket“ aus möglichem Auftritt und gleichzeitiger Übernachtung. Serviceleistungen wie Frühstück bietet die Familie nicht an, dafür verabredete sie eine Kooperation mit der ortsansässigen Bäckerei und hinterlegt für ihre Gäste Frühstücksgutscheine. Betritt man das Gebäude über die Eingangstür der Holmertorstraße, befindet man sich in einer kleinen Diele, die gleichzeitig den Zugang zu dem ein paar Stufen höher gelegenen Gastraum, zu dem Wohnbereich der Familie F. und zu dem angrenzenden Gästezimmer rechts von der Eingangstür darstellt. Über eine fensterartige Öffnung in der Wand gegenüber der Eingangstür erklingen bereits Geräusche aus der dahinterliegenden Küche. In der Diele kreuzen sich die Wege von dauerhaft Wohnenden, Gästen des Gastraumes und temporären Bewohner*innen des Gästezimmers. Gleichzeitig dient der Raum zusätzlich als Verkaufs- bzw. Präsentationsraum, wo Waren zum Verkauf angeboten werden.