21 Am Mittelburgwall

Verortung in der Stadt. Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.
  • Axonometrie des Hauses M 1:200. Die Zeichnungen basieren auf Bestandsplänen aus dem Stadtarchiv Friedrichstadt.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Verortung im Block. Die Bestandspläne stammen aus dem Stadtarchiv Friedrichstadt.
    Hervorhebung: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Außenansicht. Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Innenansicht: Alle Hotelzimmer haben ein Bad integriert. Außerdem gibt es ein Familienzimmer, bei dem sich zwei Doppelzimmer das Bad über einen eigenen Flur teilen. Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Innenansicht: Alle Hotelzimmer haben ein Bad integriert. Außerdem gibt es ein Familienzimmer, bei dem sich zwei Doppelzimmer das Bad über einen eigenen Flur teilen. Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Innenansicht: Der Speisesaal des Hotel Klein Amsterdam befindet sich im Obergeschoss.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Innenansicht: Der Speisesaal des Hotel Klein Amsterdam befindet sich im Obergeschoss.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

4 Häuser in einem Block
Nutzung: Wohnen und Beherbergen
Grundstück: 830 m²
Bebaute Fläche: 465 m²
Geschosse: 2 und Dach, 3 und Dach
Bewohner*innen: bis zu 24 temporär
Besitzverhältnisse: Eigennutzung und Miete

Das Hotel Klein Amsterdam und die Gaststätte Holsteinische Stube befinden sich an der Ecke Am Stadtfeld/Mittelburgwall und erstrecken sich über die drei Gebäude am Mittelburgwall 24, 26 und 28. Die Betreiberin und Mieterin Frau F. sei in Friedrichstadt aufgewachsen und habe den Gastronomiebetrieb von ihrem Vater übernommen. Dieser habe damals bereits im Mittelburgwall 24 und 26 einen Gastronomiebetrieb geführt, während er das angrenzende Gebäude am Mittelburgwall 22 gepachtet und dort ein Hotel integrierte habe. Nachdem der Besitzer des Gebäudes dafür Eigenbedarf anmeldete, habe Familie F. 2006 die Nutzung des Hotels in dem Gebäude zunächst aufgeben müssen. Mehrere Jahre habe Frau F. ausschließlich die Gastronomie Holländische Stube betrieben und habe sich dann entschieden, den Hotelbetrieb wieder aufzunehmen. Denn mit einem Hotelangebot angrenzend an die Gastronomie könne man die Gäste auch im Winter leichter binden, so erzählt sie. 2015 habe sie das angrenzende Gebäude am Mittelburgwall 28 erwerben können, nachdem die Besitzer*innen, die selbst nicht mehr in Friedrichstadt wohnhaft sind, das Gebäude zum Verkauf angeboten hätten. Der Umbau des Wohn- und Geschäftshauses in ein Hotel habe etwa 9 Monate gedauert. Es sei eine Kernsanierung gewesen.

Wichtig dabei sei ihr gewesen, dass während des Umbaus die Handwerksbetriebe und Gewerke dabei entweder aus dem Ort selbst oder der näheren Umgebung stammten. Kurze Anfahrtswege und nachträgliche Ausbesserungen seien so unter anderem einfacher umsetzbar gewesen. Dasselbe gelte sowohl für ihre insgesamt 22 Mitarbeiter*innen. Diese kämen alle aus der Umgebung. Aber auch all die Dinge des Gebrauchs versuche Frau F. lokal zu organisieren und zu erwerben. Der Restaurantbetrieb sei mittlerweile, bis auf einige Wochen im Januar, das ganze Jahr über geöffnet, das Hotel werde fast durchgängig gebucht.

  • Grundriss (von oben nach unten) Dachgeschoss und 2. Obergeschoss M 1:200. Das Dach wurde zu einem Wäscheraum ausgebaut, da hier kein Aufenthaltsraum mehr erlaubt war. Im 2. Obergeschoss befinden sich die Hotelzimmer auf der gesamten Ebene. Um den Brandschutz zu gewährleisten wurde eine Brandschutztür in die Haustrennwand der beiden Häuser zur Straßenseite am Stadtfeld eingebaut und das vormals zum Wohnhaus zugehörige Treppenhaus als Fluchtweg für einen Teil der Hotelgäste mitgenutzt. Die Zeichnungen basieren auf Bestandsplänen aus dem Stadtarchiv Friedrichstadt. Sie zeigen einen Planungsstand zu einem bestimmten Zeitpunkt und somit nicht unbedingt den heutigen gebauten Stand.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Grundrisse (von oben nach unten) 1. Obergeschoss und Erdgeschoss M 1:200. Im 1. Obergeschoss befinden sich zur Straßenseite am Stadtfeld sowohl Hotelzimmer als auch Wohnungen. Diese sollen langfristig zu Hotelzimmern umgebaut werden. Das Erdgeschoss beinhaltet neben den Wohnungen ein Ladengeschäft, den Eingang zu den Hotelzimmern und den Eingang zum Restaurant Holländische Stube. Die Zeichnungen basieren auf Bestandsplänen aus dem Stadtarchiv Friedrichstadt. Sie zeigen einen Planungsstand zu einem bestimmten Zeitpunkt und somit nicht unbedingt den heutigen gebauten Stand.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Die historischen Bilder des Hotels wurden um die Wende des 19. Jahrhunderts aufgenommen, sowie in den 1970 Jahren.
    Aus dem Stadtarchiv Friedrichstadt.

  • Die historischen Bilder des Hotels wurden um die Wende des 19. Jahrhunderts aufgenommen, sowie in den 1970 Jahren.
    Aus dem Stadtarchiv Friedrichstadt.

Der Gebäudekomplex erstreckt sich über insgesamt vier Gebäudeteile. Die Gastronomie der Holländischen Stube befindet sich dabei in den Gebäuden am Mittelburggraben 24 und 26. Diese sind sowohl im Erdgeschoss als auch im Obergeschoss zu einem Komplex zusammengeführt. In der Hausnummer 24 liegt aktuell der Zugang zum Gastronomiebetrieb. Hier befinden sich im Erdgeschoss die Bar, die Küche und die Rezeption des Hotels, während sich im Gebäude am Mittelburggraben 26 der Speiseraum und die Sanitäranlagen befinden. Im Obergeschoss erstreckt sich die Erweiterung des Speiseraums über beide Gebäude. Das Gebäude am Mittelburggraben 28 besteht aus zwei Gebäudeteilen, die durch zwei Brandwände voneinander getrennt sind. Der eine Gebäudeteil richtet sich zum Mittelburggraben aus, während der zweite Gebäudeteil sich zum Stadtfeld hin ausrichtet. Das Gebäude wird im ersten und zweiten Obergeschoss mit insgesamt 12 Zimmern als Hotel genutzt. Der Bereich des Erdgeschosses zum Mittelburggraben ist an ein Ladengeschäft vermietet, während im Gebäudeteil zum Stadtfeld noch jeweils eine Wohnung im Erdgeschoss und im 1. Obergeschoss untergebracht sind. Sowohl das Ladengeschäft als auch die Wohnung werde Frau F. in der Zukunft unterschiedlichen Hotelnutzungen zuführen. Nach der Anmeldung an der Rezeption in der Holländischen Stube, wird der Hotelbereich über eine Treppe erschlossen, die sich direkt hinter der Eingangstür des Zugangs am Mittelburgwall 28 befindet. Das erste Obergeschoss besteht aus drei Doppelzimmern mit jeweils integriertem Bad und einem Familienkomplex, bestehend aus zwei Doppelzimmern, die sich das Bad und ein WC über einen eigenen Flur teilen. Im zweiten Obergeschoss befinden sich die restlichen sieben Zimmer, davon ist eines als Suite ausgegeben. Die Zimmer erstrecken sich über beide Gebäudeteile, dazu sei ein Durchbruch in die Brandwand mit den dementsprechenden Auflagen hergestellt worden. Die Entfluchtung dieses Hotelbereichs funktioniert über eine dort angegliederte Treppe, die über einen Flur der beiden Wohngeschosse am Stadtfeld ins Freie führt. Das Dachgeschoss habe aus rechtlichen Gründen nicht als Aufenthaltsraum zugänglich gemacht werden können, deswegen diene dieses heute als Trockenraum für die Wäsche. In das Treppenhaus zum Mittelburgwall wurde eine Küchenzeile mit Kaffeemaschine und Kühlschrank für Weine eingebaut. Die Kaffeekapseln für die Maschine würden die Gäste auf ihren jeweiligen Zimmern finden, während die Kaffeemaschine gemeinsam genutzt werde. Der Kauf der angebotenen Weine im Kühlschrank funktioniere auf Vertrauensbasis und durch Angabe der Gäste bei der Bezahlung nach Beendigung des Aufenthaltes im Hotel Klein Amsterdam.