18 Lohgerberstraße

Verortung in der Stadt. Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.
  • Axonometrie des Hauses M 1:200. Die Zeichnungen basieren auf Bestandsplänen aus dem Stadtarchiv Friedrichstadt.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Verortung im Block. Die Bestandspläne stammen aus dem Stadtarchiv Friedrichstadt.
    Hervorhebung: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Außenansicht. Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Innenansicht: Der Ausbau der Räume erfolgt im Selbstbau.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Außenansicht: Das Eckhaus liegt direkt am Ostersiel, sodass Herr C. einen Kanuverleih in Friedrichstadt betreiben kann.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

Wohnhaus
Nutzung: Wohnen und Arbeiten
Grundstück: 275 m²
Bebaute Fläche: 150 m²
Geschosse: 2 und Dach
Bewohner*innen: 1
Besitzverhältnisse: Eigennutzung

In der Lohgerberstraße wohnt Herr C., meistens alleine, manchmal seien seine Kinder zu Besuch. Das jüngste Kind sei regelmäßig dort, dann würden sie sich am meisten im Wohnzimmer aufhalten, welches zugleich auch Spiel- und zweites Schlafzimmer sei. Obwohl das Gebäude zwei ausgebaute Geschosse hat, lebe Herr C. nur im ersten Obergeschoss. Auch den ausgebauten Anbau nutze er nicht. Im Sommer sei Herr C. viel im Garten und auf der Terrasse, dort betreibe er einen Kanuverleih, der über einen Seiteneingang direkt von der Straße aus erreichbar ist. Das Grundstück liegt direkt am Kanal, an dem sich eine Anlegestelle befindet..

  • Grundrisse (von unten nach oben) Erdgeschoss, 1. Obergeschoss, 2. Obergeschoss M 1:200. Sie zeigen den Stand vor den Umbaumaßnahmen. Die Zeichnungen basieren auf Bestandsplänen aus dem Stadtarchiv Friedrichstadt. Sie zeigen einen Planungsstand zu einem bestimmten Zeitpunkt und somit nicht unbedingt den heutigen gebauten Stand.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Grundrisse Erdgeschoss, 1. Obergeschoss M 1:200. Sie zeigen einen Stand im Rahmen der laufenden Umbaumaßnahmen. Die Zeichnungen basieren auf Bestandsplänen aus dem Stadtarchiv Friedrichstadt. Sie zeigen einen Planungsstand zu einem bestimmten Zeitpunkt und somit nicht unbedingt den heutigen gebauten Stand.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Innenansicht: Das noch unausgebaute Dach dient aktuell als Lager für Materialien, die für den Umbau gebraucht werden.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Innenansicht: Das noch unausgebaute Dach dient aktuell als Lager für Materialien, die für den Umbau gebraucht werden.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

2005 habe Herr C. das von 1880 stammende Gebäude erworben, nachdem der Vorbesitzer insolvent gegangen sei und das Haus zwangsversteigert werden musste. Im dreigeschossigen Hauptgebäude habe es zu diesem Zeitpunkt drei separate Wohneinheiten gegeben. Zwei im Erdgeschoss, welche jeweils aus zwei Zimmern, Pantryküche und einem Bad bestanden, und eine Wohneinheit im zweiten Obergeschoss. Des Weiteren gibt es noch einen dreigeschossigen Anbau, welcher zum Zeitpunkt des Erwerbs stark baufällig gewesen sein soll und einzustürzen drohte.
Zunächst sei Herr C. mit seiner damaligen Frau und zwei Töchtern eingezogen. Die beiden Töchter hätten jede in einer der beiden Wohnungen im Erdgeschoss gewohnt. Das erste Obergeschoss wurde zum Wohnbereich der Familie. Außerdem sei hier das Elternschlafzimmer gewesen. Mittlerweile wohne Herr C alleine in dem Haus und nutze zum Wohnen nur das erste Obergeschoss. Das Erdgeschoss diene als Lager, vor allem für den Kanuverleih.

Den maroden Anbau habe Herr C. zusammen mit einem Freund saniert. Das erste Obergeschoss des Anbaus habe er im Selbstbau ausgebaut. Hier befinden sich ein weiteres Schlafzimmer und ein großes Wohnzimmer, welches über das Schlafzimmer von Herrn C. auch vom Haupthaus erreichbar ist, jedoch nicht genutzt werde. Wenn die Kinder von Herrn C. zu Besuch seien, kämen diese im ersten Obergeschoss des Haupthauses unter. Herr C. plant den Dachboden des Haupthauses als großen Wohnbereich auszubauen und hat damit bereits begonnen. Die Wendeltreppe und das Treppenloch sind bereits fertiggestellt und sollen sein Wohngeschoss mit dem Dachgeschoss verbinden. Insgesamt stehen Herrn C. bereits zehn ausgebaute Wohnräume zur Verfügung, mit der Fertigstellung des Dachgeschosses dann elf. Auch Lagerplatz gibt es ausreichend. Zum einen im Erdgeschoss des Anbaus, zum anderen im hinteren Teil des Haupthauses, und auch der Anbau besitzt noch ein Dachgeschoss, welches als Dachboden dienen könnte. Dieses Beispiel zeigt deutlich, welche Flächenpotenziale in der Bausubstanz vorhanden bzw. angelegt sind und durch Umbau aktiviert werden können. Durch die stabile Bausubstanz ist es möglich, im Inneren flexibel mit dem Bestand umzugehen und z.B., wie Herr C., im Selbstbau diesen zu verändern, Wohneinheiten hinzuzufügen und unterschiedliche Wohnweisen zu ermöglichen.