4 UdN Praktik

Betreten!, Eingang zur UdN, Sommer 2009. Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

Bauen

Die Low-Budget-Restnutzung eines Gebäudes folgt einer eigenen Logik. Eine erste Anforderung besteht darin, geeignete wirtschaftliche Verfahren zu konzipieren und zur Anwendung zu bringen. Da für die Wiederinbetriebnahme, die Um- und Neunutzung nur begrenzte finanzielle und materielle Mittel zur Verfügung stehen, gilt es etwa, Unterstützer für Bauleistungen zu gewinnen. Damit stellt sich die Frage, was die Gegenleistung eines möglichen Geschäfts sein könnte, wenn die übliche Form der monetären Entlohnung sich ausschließt. Hier muss es also um andere Formen des Tausches gehen: Gegenleistungen zu definieren wird zum Teil der Arbeit.1


Auch die eigene Arbeitsleistung und Kapazität ist zu kalkulieren und zu organisieren. Dabei erweisen sich die Freiräume von Studiengängen in ihrer Ausrichtung auf Workload und Creditpoints als vergleichsweise gering. Um einen Baustellenbetrieb, im Sinne eines studentischen Selbstbauprojekts, möglich zu machen, müssen zunächst neue Lehrformate gefunden werden. Darüber hinaus gilt es weitere Akteure zu gewinnen wie z.B. die Jugendlichen, die in der unmittelbaren Nachbarschaft in sozialen Projekten Qualifizierungsprogramme zwischen Schule und Beruf durchlaufen. In klassisch nachbarschaftlicher Hilfeleistung beteiligen sie sich an den anstehenden Arbeiten. Die UdN wird zudem für die baulichen Maßnahmen in der HCU mit den Fachkompetenzen (z.B. Statik und Vermessung) aus den verschiedenen Studiengängen (Bauingenieurwesen und Geomatik) unterstützt.

Bauphase 2009

Die erste Umbauphase 2009 dient dazu das Gebäude wieder in Betrieb zu nehmen. Studierende erarbeiten dafür im Wintersemester 08/09 erste Planungen. Dazu gehört auch das Erstellen des Bauantrags, den sie in enger Abstimmung mit dem zuständigen Bauamt genehmigungsreif machen. Nach der notwendigen Asbestsanierung stehen im Mai 2009 zunächst Aufräumarbeiten an: der Rückschnitt des Wildwuchses und die Beseitigung von Bauschutt aus dem Gebäude. Unterstützt werden die Studierenden dabei von Jugendlichen von Gangway e.V., die auf der UdN-Baustelle ihre Praxistage verbringen. Die Einrichtung von Baustrom, einer provisorischen Wasserversorgung und das Öffnen der vernagelten Fenster folgen. Kleinere Rückbaumaßnahmen zielen darauf ab, das ehemalige Verwaltungsgebäude schrittweise den eigenen Anforderungen anzupassen; so wird z.B. durch den Abriss zweier Wände ein Veranstaltungssaal freigelegt.

Der Bau und die Installation einer Gemeinschaftsküche für das interkulturelle Kochprojekt ist die erste programmatische Setzung in dem Gebäude. Die Studierenden recyclen im Gebäude vorgefundene Holzreste und Gegenstände wie z.B. eine Duschwanne, um daraus eine Kücheninsel mit Herd, Abstellflächen, Regalen und Spüle zu bauen. Auf Anregung von Ton Matton, der die Studierenden im Rahmen eines Workshops bei den Vorbereitungen zur Eröffnungsveranstaltung unterstützt, wird zum ersten Mal das Prinzip des Tauschens angewendet. Die benötigten Küchenutensilien wie Besteck, Geschirr und Töpfe werden nicht durch Kauf erworben, sondern in der Nachbarschaft gegen Tomatenpflänzchen eingetauscht. Dieses Tauschgeschäft war nicht nur erfolgreich hinsichtlich der Küchenausstattung, es bot zudem die Gelegenheit, die Nachbarn zum ersten Nachbarschaftsfest und der Eröffnung der UdN einzuladen.

  • UdN-Studio, erste Bauphase Sommer 2009. Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • UdN-Studio, erste Bauphase Sommer 2009. Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • UdN-Studio, erste Bauphase Sommer 2009. Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • UdN-Studio, erste Bauphase Sommer 2009. Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • UdN-Studio, erste Bauphase Sommer 2009. Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • UdN-Studio, erste Bauphase Sommer 2009. Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • UdN-Studio, erste Bauphase Sommer 2009. Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • UdN-Studio, erste Bauphase Sommer 2009. Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • UdN-Studio, erste Bauphase Sommer 2009. Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • UdN-Studio, erste Bauphase Sommer 2009. Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • UdN-Studio, erste Bauphase Sommer 2009. Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

Bauphase 2010

Ende März setzen die Studierenden die Baumaßnahmen fort. Auf Grundlage der im Wintersemester fortgesetzten Planungen des UdN-Studios konzentrieren sich die Arbeiten nun auf drei Schwerpunkte: das Foyer, eine neu zu errichtende Mini-Wohnung und die Wiederinstandsetzung und den teilweisen Umbau der sanitären Anlagen.

Im Rahmen von »Bauhütte« und »Interkulturelle Praxis« arbeiten ca. 30 Studierende zehn Tage lang unter Anleitung von Lehrenden und mit Unterstützung durch Firmen an einem massiveren Eingriff in die bauliche Substanz des Gebäudes: Aus den vorangegangenen Überlegungen und den ersten Erfahrungen der konkreten Nutzung resultiert eine Neudefinition des Gebäudes. Dabei geht es um eine nun auch bauliche Freilegung der zuvor entstandenen kommunikativen Schnittstelle inmitten des Gebäudes, eine erste Definition der Architektur der UdN. An der Stelle, wo sich Eingangsbereich mit Fluren kreuzt, der Veranstaltungsraum anschließt und sich die Kulturküche etabliert hat, soll ein offener Ort der Kommunikation, des Aufenthalts entstehen. Der Eingriff erfolgt im wesentlichen subtraktiv durch Herausnahme eines Deckenfeldes, einiger Wände und eines Teilbereichs des Daches, der durch lichtdurchlässige Paneele ersetzt wird. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Errichtung einer Wohnung, die für eine stetige Nutzung des Gebäudes sorgen soll. Ziel ist, einen Bewohner zu gewinnen, der Mitverantwortung für das Gebäude und seine Nutzung übernimmt. Durch einfache Umbauten entsteht eine Mini-Wohnung, die alle notwendigen Funktionen beinhaltet, aber nicht über eine eigene Küche verfügt und damit die gemeinsame Nutzung der Kulturküche vorsieht.

Die nächste Aufgabe ist die Wiederherstellung der grundlegenden Funktionen der Versorgungsinfrastruktur. Vor einigen Jahren wurde das Grundstück von der Gas- und Wasserversorgung abgetrennt und die Heizungsanlage hat die jahrelange Ruhephase nicht überdauert; der Brenner kann nicht wieder in Betrieb gesetzt werden und nahezu alle Heizkörper sind aufgefroren.

  • UdN-Studio, Bauhütte, Interkulturelle Praxis, Bauphase Frühjahr 2010.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • UdN-Studio, Bauhütte, Interkulturelle Praxis, Bauphase Frühjahr 2010.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • UdN-Studio, Bauhütte, Interkulturelle Praxis, Bauphase Frühjahr 2010.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • UdN-Studio, Bauhütte, Interkulturelle Praxis, Bauphase Frühjahr 2010.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • UdN-Studio, Bauhütte, Interkulturelle Praxis, Bauphase Frühjahr 2010.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • UdN-Studio, Bauhütte, Interkulturelle Praxis, Bauphase Frühjahr 2010.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • UdN-Studio, Bauhütte, Interkulturelle Praxis, Bauphase Frühjahr 2010.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • UdN-Studio, Bauhütte, Interkulturelle Praxis, Bauphase Frühjahr 2010.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • UdN-Studio, Bauhütte, Interkulturelle Praxis, Bauphase Frühjahr 2010.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • UdN-Studio, Bauhütte, Interkulturelle Praxis, Bauphase Frühjahr 2010.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • UdN-Studio, Bauhütte, Interkulturelle Praxis, Bauphase Frühjahr 2010.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • UdN-Studio, Bauhütte, Interkulturelle Praxis, Bauphase Frühjahr 2010.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • UdN-Studio, Bauhütte, Interkulturelle Praxis, Bauphase Frühjahr 2010.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • UdN-Studio, Bauhütte, Interkulturelle Praxis, Bauphase Frühjahr 2010.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • UdN-Studio, Bauhütte, Interkulturelle Praxis, Bauphase Frühjahr 2010.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • UdN-Studio, Bauhütte, Interkulturelle Praxis, Bauphase Frühjahr 2010.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • UdN-Studio, Bauhütte, Interkulturelle Praxis, Bauphase Frühjahr 2010.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • UdN-Studio, Bauhütte, Interkulturelle Praxis, Bauphase Frühjahr 2010.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.


###Programmieren An den Beispielen und Prozessen des Bauens lässt sich ablesen, wie ein neues Planungsverständnis aussehen könnte. Das Bauen dreht sich herum: man ist ja nicht in der Lage Firmen zu beauftragen, denn das Geld dafür ist nicht da. Um in einer solchen Situation trotzdem agieren zu können ist zweierlei essentiell: 1. Menschen zu gewinnen, und zwar nicht über ökonomische, sondern über kulturelle Verhandlungsräume. So kommt dasjenige Spannungsfeld in den Blick, in das Kultur »symbolische Gleichgewichte, ausgleichende Verträge und mehr oder weniger dauerhafte Kompromisse einbringt« (de Certeau). Diese Verträge erhalten ihre Nachhaltigkeit weniger durch juristische Legitimation, sondern durch ein Herstellen von Öffentlichkeit. Dies ist ein entscheidender Punkt in der Begründung des Implementierens performativer Formate als kulturelle Programmierungen in Stadtentwicklungsprozesse. Das bedeutet auch: den Begriff der Stadtentwicklung aktiv zu erweitern. D.h.: auf die bestehende urbane Situation einzugehen, um daraus mögliche neue Handlungsoptionen zu entwickeln. 2. Akzeptanz von und Umgang mit der vorgefundenen Situation, den organisierbaren Mitteln und dem bejahenden Arbeiten mit ungewissen Zuständen. Dies ließe sich als eine Technologie der Improvisation beschreiben, die nicht im Reparationsmodus agiert, sondern die Organisation des Projekts (meta-)lernend macht: nach dem Prinzip des konstruktiven Umgangs mit Unordnung in Gemeinschaft.

Die erste Versuchsanordnung und zugleich die Eröffnung der UdN ist das Nachbarschaftsfest im Juni 2009. Das Fest markiert einen Wendepunkt: mit ihm endet die Bauphase zur Wiederöffnung des Gebäudes nach Jahren des Leerstands und es beginnt die erste Phase von öffentlichen Veranstaltungen. Das Ereignis führt vier Projekte zusammen: die Umgestaltung des Gebäudes als »Bauhütte« und drei Veranstaltungsformate: das von Kampnagel kuratierte Performanceprojekt SHIVERS der Gruppe God´s Entertainment und die von den Studierenden initiierten und gestalteten Formate »Kulturküche« und »Musi(C)ooperation«.

Zehn Stunden

Von 12-22 Uhr. Zehn Stunden – das ist eigentlich wenig im Hinblick auf die Fülle an Geschichten, die darüber erzählt werden könnten, wenn die Performer von God´s Entertainment und ihre lokalen Protagonisten längst die UdN verlassen haben. Zehn Stunden, in denen sie Situationen und Räume schaffen, die von vielen anderen Orten erzählen: von den Locken des Afro-Ladens in der Fährstraße, von Wilhelmsburg TV, von einsamen Tanzbands und Knabenchören, Angstschleusen, Strandbars. Von Krankenschwestern, die Tricks zur Angstüberwindung verraten; von einsamen TV-Moderatoren, die sich Cellisten und andere einladen, von Geschäften, die Mitgliedschaften verkaufen an Menschen, die dazugehören wollen.

All das entwickelt sich aus dem Rahmen einer performativen Installation, in der Realität und Fiktion, Playback und Teilhabe, Geschäft und Geschenk ineinanderfließen. Alle Räume der UdN sind verwandelt. In jedem der Räume beginnt eine eigene Geschichte, welche die Detailfäden des Verlaufes aufnimmt und weiterspinnt. Ein dichtes Netz aus Anfängen und Möglichkeiten entspinnt sich so um und zwischen den Besuchern des Nachbarschaftsfests, das zugleich aus ihnen besteht. Die Zuschauer werden selbst zu Akteuren und zwischen Bühne und Zuschauerraum ist nicht mehr zu trennen. Da werden Kontakte geknüpft, Komplizenschaften geschmiedet und eine Impfstelle gegen »Antiismus« eingerichtet. Jugendprojekte, Altersheime, Nachbarschaft und Künstler können und sollen »angesteckt« werden.2

  • Eindrücke vom Nachbarschaftsfest 2009.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Eindrücke vom Nachbarschaftsfest 2009.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Eindrücke vom Nachbarschaftsfest 2009.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Eindrücke vom Nachbarschaftsfest 2009.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Eindrücke vom Nachbarschaftsfest 2009.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Eindrücke vom Nachbarschaftsfest 2009.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Eindrücke vom Nachbarschaftsfest 2009.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Eindrücke vom Nachbarschaftsfest 2009.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Eindrücke vom Nachbarschaftsfest 2009.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Eindrücke vom Nachbarschaftsfest 2009.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Eindrücke vom Nachbarschaftsfest 2009.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Eindrücke vom Nachbarschaftsfest 2009.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Eindrücke vom Nachbarschaftsfest 2009.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Eindrücke vom Nachbarschaftsfest 2009.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.


Die Studierenden-Projekte »Kulturküche« und »Musi(C)ooperation« mischen sich subkutan unter den Verwandlungsrahmen von SHIVERS. Sie sind die aktivierenden Elemente, die von ganz einfachen alltäglichen Handlungen wie Essen und Musikmachen bzw. -hören ausgehen. Auf einer selbstgebauten Bühne entfalten sich dichte Rap Battles, das Publikum tobt, das Zimmer der Musi(C)ooperation platzt aus allen Nähten. Alles mischt sich: Kinder, die im Rahmen eines Programms des benachbarten »Haus der Jugend« ohnehin regelmäßig Musik machen, lassen es ebenso krachen wie eine bra-silianische Combo, die in dieser Formation erstmalig rappte und auf einer Bühne stand. Prompt wurden sie daraufhin eingeladen, auf dem Hamburger Wutzrock-Festival zu spielen. Gleichzeitig brodelt es auch in der Kulturküche. Als ausgestellte Praxis des Kochens regt sie den Austausch über die verschiedenen kulturellen Praktiken, Traditionen und Gerichte in Wilhelmsburg an. Während die Studierenden in der Nachbarschaftsküche Chili con Carne kochen, ist die Iranerin Nihmet und ihre Freundin auf der Terrasse mit dem Backenvon typisch persischem Fladenbrot zu Gange. Nachbarschaftliche Selbstorganisation mal ganz konkret: den dafür notwendigen Holzkohleofen haben Nihmet und Co. selbst mitgebracht; und gesungen wird auch – zum performativen Überwurf des Fladens gehört natürlich ein persisches Lied.
  • Kulturküche, ein Projekt des UdN-Studios. Erste Erprobung während des Nachbarschaftsfestes 2009.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Kulturküche, ein Projekt des UdN-Studios. Erste Erprobung während des Nachbarschaftsfestes 2009.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Kulturküche, ein Projekt des UdN-Studios. Erste Erprobung während des Nachbarschaftsfestes 2009.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Kulturküche, ein Projekt des UdN-Studios. Erste Erprobung während des Nachbarschaftsfestes 2009.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Kulturküche, ein Projekt des UdN-Studios. Erste Erprobung während des Nachbarschaftsfestes 2009.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Kulturküche, ein Projekt des UdN-Studios. Erste Erprobung während des Nachbarschaftsfestes 2009.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Kulturküche, ein Projekt des UdN-Studios. Erste Erprobung während des Nachbarschaftsfestes 2009.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Kulturküche, ein Projekt des UdN-Studios. Erste Erprobung während des Nachbarschaftsfestes 2009.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Kulturküche, ein Projekt des UdN-Studios. Erste Erprobung während des Nachbarschaftsfestes 2009.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Kulturküche, ein Projekt des UdN-Studios. Erste Erprobung während des Nachbarschaftsfestes 2009.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

Programm 2010

2010 wird das erste Jahr, in dem die UdN das Gebäude und Grundstück am Park »Rotenhäuser Feld« durchgehend nutzen kann. Damit eröffnen sich viele Möglichkeiten, im Gebäude, auf dem Grundstück und bis in den Park hinein. Besonders in den Sommermonaten wird es ein dichtes Programm geben. Das Programm entsteht aus Veranstaltungsformaten, die sich mit dem Curriculum der UdN, den Studierenden wie den Kooperationspartnern vor Ort entwickeln. Nachstehend einige Programmpunkte, weitere Veranstaltungen werden angekündigt.

  • Musi(C)ooperation Live aus Wilhelmsburg, Nachbarschaftsfest 2009.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Musi(C)ooperation Live aus Wilhelmsburg, Nachbarschaftsfest 2009.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Musi(C)ooperation Live aus Wilhelmsburg, Nachbarschaftsfest 2009.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Musi(C)ooperation Live aus Wilhelmsburg, Nachbarschaftsfest 2009.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.

  • Musi(C)ooperation Live aus Wilhelmsburg, Nachbarschaftsfest 2009.
    Quelle: Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design.


Himmlische Plätze – Paradise Now! Den Anfang macht das Projekt »Himmlische Plätze – Paradise Now!« (Katharina Oberlik/Nils Deventer) in Kooperation mit dem Haus der Jugend und dem Jungen Schauspielhaus im Mai 2010.3 Jugendliche begeben sich darin auf die Suche nach verwaisten Plätzen, Orten der Erinnerung und des Widerspruchs oder versteckten Räumen in Wilhelmsburg und verwandeln sie in utopische Theaterspielorte.

UdN - Interkulturelle Praxis
Die UdN geht in die nächste Phase! Das fortlaufende interkulturelle (Re)Programming der UdN wird vervielfältigt. Inhaltliches Ziel ist es, die Heterogenität urbaner Vergesellschaftung als Praxis und als Potenzial aktiv in den Blick zu nehmen. Der Begriff der Interkultur thematisiert zum einen die Frage der Kultur als städtischer Ressource, zum anderen die Betonung des Interagierens unterschiedlicher Vorstellungs- bzw. Handlungsweisen und Deutungshorizonte. Im Konkreten wird es um das Weiterführen bereits erprobter UdN-Programmformate Kulturküche, Musi(C)ooperation gehen und neue Formate mit Gastkünstlern wie Jan Holtmann (Fussball und Kunst) und Katarina Oberlik (urbane Doku-Soap) zu kreieren.

Ferien-Camp »In My Room«
Das Ferien-Camp »In My Room« (Katharina Oberlik/Kampnagel) setzt auf die experimentelle Beteiligung Kinder und Jugendlicher an einem initiativen Projekt mit prozessualem Entwick-lungscharakter, einer Arbeitsweise, die der der UdN entspricht und das Projekt UdN – Explore Wilhelmsburg exemplarisch aufzeigt. Die Studierenden erkunden für die Gestaltung der physisch-materiellen »Möglichkeits-Räume« für das Ferien-Camp den Stadtteil, unter Einbeziehung der künstlerischen Akteure und spontaner Begegnungen mit Kindern und Jugendlichen in der Nachbarschaft. Ziel des Seminars »Interkulturelle Praxis« ist es, die im Dialog mit allen Akteuren von »In My Room« erarbeiteten Raumprototypen/ Wohnwelten 1:1 umzusetzen und dabei in allen organisatorischen Schritten (Konzeptionierung, technische Planung, bauliche Ausführung, Licht- und Sounddesign) darzustellen und zu realisieren.

Wilhelmsburg Orchestra
Das Wilhelmsburg Orchestra (Christopher Dell) setzt sich aus Studierenden der HCU, Anwohnern und Nachbarn der UdN zusammen: jeder, der ein Instrument besitzt und Lust hat es zu spielen, ist eingeladen, sich ab April 2010 zu bewerben. Der Ansatz der UdN, mit wenig Mitteln das Beste aus einer bestehenden Situation herauszuholen, wird auf die Musik übertragen – was zählt ist der Einsatz und die spezifische
Eigenschaft der einzelnen Mitspieler. Musikalische Praxis wird Ausdruck von Stadt und dem, was wir daraus machen: Let’s play! Aufführungen finden ab Juni in Wilhelmsburg und in ganz Hamburg statt.

Zweite UdN International Summer School
Zum zweiten Mal findet im August 2010 die UdN International Summer School mit Studierenden verschiedener Fachdisziplinen statt. Zwei Wochen lang wird vor Ort in Wilhelmsburg zusammen gelernt, zusammen gearbeitet und zusammen gelebt. Aktuelle Fragen der Stadtentwicklung werden aufgegriffen und mit dem Blick von außen reflektiert. Dabei ermöglicht das Leben in Wilhelmsburg eine unverstellte Sicht auf die gegenwärtige Situation und eröffnet Möglichkeiten, aus einem ungewohnten Blickwinkel Anforderungen an zukunftsfähige Stadtquartiere zu ermitteln und diese im Austausch mit der Nachbarschaft zu überprüfen. Im Ergebnis können anregende Perspektiven für Wilhelmsburg aufgezeigt werden.

HCU goes Wilhelmsburg
Wilhelmsburg war und ist immer wieder Ort der Auseinandersetzung in einer spezialisierten Universität, die sich mit der gebauten Umwelt auseinandersetzt. Die UdN zeigt zum Abschluss des IBA Präsentationsjahres im Oktober die besten studentischen Arbeiten der letzten Semester aus den verschiedenen Studiengängen der HCU.4

Offene Prozesse

Für die nächsten Phasen bis 2013 wird es entscheidend sein, wie die UdN ihren Prozess offen halten und gleichzeitig funktional sichern kann. Dass uns offene Prozesse mindestens so sehr faszinieren, wie sie uns erschrecken, ist eine der wenigen unumstößlichen Wahrheiten gegenwärtiger Stadtgesellschaft. Spiel und Forschung der UdN ist es, herauszufinden, wie sich diese Offenheit konstruktiv gestalten ließe und welche Form zukünftiger relationaler Planung damit zu erarbeiten wäre.

  1. Studenten möbeln altes Gesundheitsamt wieder auf. Wer nicht weiß, dass es dor ist, wird es nicht finden. Hinter Büschen, Bäumen und allerlei Gestrüpp schlummert seit vielen Jahren das alte Wilhelmsburger Gesundheitsamt. Nun wird es gerade aus seinem Dornröschen-Schlaf wachgeküsst. Studenten der HafenCity Universität Hamburg haben es sich zur Aufgabe gemacht, aus dem alten, vergessenen Gebäude für die nächsten vier Jahre eine Universität der Nachbarschaften zu machen. > Aus: Der Neue Ruf. Die Zeitung zum Wochenende für Wilhelmsburg und Veddel. 06.06.2009
  2. Den Auftakt gestaltet die Wiener Perfomance-Gang God´s Entertainment. Getreu dem Motto »Kunst als Erreger« treiben sie ihr Unwesen in dem Gebäude. Aus Motiven des Films »Shivers« von David Cronenberg entwickeln die Unterhaltungskünstler eine ansteckende Performancereise in die eigenen inneren und andere unbekannte Welten. > Auszug aus der Ankündigung von SHIVERS auf > gods-entertainment.org
  3. Veranstaltungshinweise und Termine > udn.hcu-hamburg.de
  4. Informationen zu den Studiengängen der HCU > hcu-hamburg.de> hcu-hamburg.de