University of the Neighbourhoods

Wie zusammen leben? Eine Momentaufnahme

Katrin Borchers und Julia Lerch Zajączkowska

liebe julia,

du kennst meinen, unseren freund martin grünheit. der hat es irgendwie geschafft, das rialto in wilhelmsburg für ein, zwei wochen zu bekommen. das weißt du schon. was du noch nicht weißt, ist, dass dort eine art cobratreffen.cobra angeplant ist. eine art offenen raum für leute, die aus dem cobraumfeld.cobra kommen. gedanklicher ausgangspunkt ist die frage, frei nach roland barthes, "wie zusammen leben". da fiel mir letztlich deine, eure stadtteilarbeit /-forschung ein. das fanden alle geil. weil es sehr gut passen könnte. und weil sich alle vorstellen könnten, dass ihr das programm dort mitgestalten könnt. es gibt eine offene diskussion, an der ich wohl auch teilnehmen muss/werde, da könntest du auch dabei sein. es soll vorher workshops geben, da könntet ihr etwas anbieten, wenn ihr denn lust habt.

es gibt sicher noch andere möglichkeiten, aber ich bin gar nicht so richtig teil davon, hatte nur mit martin und co. über eure arbeit gesprochen, die denen auch bereits bekannt ist und alle waren, wie schon gesagt, enorm angetan von der thematischen und lokalen nähe.

problem ist: das ganze ist schon sehr bald. ende august, anfang september. (...)

[Auszug einer Email von Wanja van Suntum, 04. August 2013]

Contributors

Katrin Borchers diplomierte 2011 an der Leibnitz-Universität Hannover im Fachbereich Architektur bevor sie, nach ersten Büroerfahrungen, an der HCU das Masterstudium Urban Design begann. Die interdisziplinäre Arbeit sollte neue Handlungsspielräume aufzeigen und bewehrte Lösungsstrategien in Frage stellen. Ab 2014 arbeitete Sie in der Quartiersentwicklung, 2019 wechselte Sie in öffentlichen Dienst der Stadt Hamburg in die übergeordnete Planung. Das Projekt "Wie zusammen Leben" entstand im zweiten Studienjahr.

Julia Lerch Zajączkowska ist Ausstellungsmacherin mit Fokus auf der Schaffung ästhetischer (Raum-)Erfahrungen, auf der Suche nach neuen Erzählformen und der Förderung transdisziplinärer Kollaborationen. Sie lehrt in unterschiedlichen Kontexten und ist Gasteditorin des Pfeil Magazines und arbeitet in kollektiven und freien sowie institutionellen Formaten (u.a. Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, HafenCity Universität, HALLO: Festspiele, Johann Jacobs Museum Zürich).